Mehmet Güler

Mehmet Güler

BIO

1965 Diplom für Malerei und Grafik, Gazi-Universität in Ankara.

1976 Diplom für Malerei und Grafik, Hochschule für Bildende Kunst in Kassel.

Lebt und arbeitet seit 1977 als freischaffender Künstler in Kassel.

183 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit. Zahlreiche Teilnahmen an Gruppenausstellungen, internationalen Biennalen, Triennalen und Kunstmessen.

Träger internationaler Preise und Auszeichnungen.

Die Werke befinden sich weltweit in Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen.

 

 

PREISE

2014      Ehrung der Stadt Kassel mit der „Goldene Ehrennadel“.

2013      Auszeichnung, SYNKO, Transkulturelle Vernetzung, Köln

2013      Bosphorus Awards, Türkisch-Europäische Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung DTS

2001      Preis, Premio Agazzi, Bergamo, Italien

1991      Preis, internationaler Grafik Wettbewerb Bergamo, Italien

1990      Preis, internationale Grafik Triennale Frechen, Deutschland

1986      Preis, internationale Grafik Triennale Frechen, Deutschland

1984      Auszeichnung der Enka Stiftung, Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1983      Preis, DYO Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1983      Preis, Vakko Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1983      Preis, Sedat Simavi Stiftung, Preis für darstellende Künste, Türkei

1983      Auszeichnung, Wiking Grafik, Wettbewerb, Türkei

1979      Auszeichnung, DYO Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1977      Auszeichnung, DYO Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1975      Preis, 36. staatliche Kunstausstellung für Grafik, Türkei

1974      Preis, DYO Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

1973      Auszeichnung, DYO Wettbewerb für Malerei und Grafik, Türkei

 

Über Mehmet Güler

Der Triumph der reinen Farben

Mir ist kein zweiter Maler gegenwärtig, in dessen Gemälden sich die Farben so voll, klar und leuchtend entfalten wie in den Bildern von Mehmet Güler. Vor allem da, wo das Gelb und das Rot in breiten Bahnen auf- und nebeneinander fließen, drängt sich unmittelbar der Vergleich mit dem Feuer oder dem glühenden Lavastrom auf….Obwohl sich die Farben überlagern und anscheinend mischen, bleiben sie rein in ihren Kontrasten und steigern sich gegenseitig in ihrer Wirkung.

Dirk Schwarze, HNA Kulturredaktion

 

Die Arbeiten von Mehmet Güler sind voller Gedanken, sehr viele unterschiedliche Gedanken werden ineinander gemischt, aus heimatlicher… jetzt auch aus westeuropäischer, deutscher Sicht, in internationaler künstlerischer Sprache. Das Ganze vermischt sich mit vielen Gefühlen und Empfindungen, die in ihm stecken und die er auch in der Begegnung mit unserer Kultur immer wieder anders sondiert und differenziert beschreiben kann. Sein Sehen, Denken, Erleben, Umsetzen ist wie ein brodelnder Kessel und die Ergebnisse sind vehemente, impulsive, formal ungeheuer spannungsreiche Werke…

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder

(Kunsthistorisches Institut d. Universität Bonn)

 

Mehmet Güler (geb. 1944 in Malatya/Türkei) zählt zweifellos zu den weltweit bedeutendsten türkischen Künstlern. Von Jugend an hat er sein Ziel, Maler zu werden, gegen alle Widerstände  verfolgt, sich zunächst schulisch und schließlich akademisch weitergebildet. Nach seinem Kunststudium in Ankara-Türkei, und Kassel-Deutschland, sowie einer Lehrtätigkeit an Schulen und Akademien entschied er sich für die Tätigkeit als freischaffender Künstler. Seit 1977 mit seiner Familie in Deutschland lebend, hält er durch regelmäßige Aufenthalte und viele berufliche Verbindungen weiterhin engen Kontakt zur Heimat. Inhaltlich wurde seine Kunst von den Erfahrungen in Südost-Anatolien geprägt, formal ist er einen sehr eigenwilligen Weg zu seinem unverwechselbaren Stil gegangen. Von einem reduzierten Realismus mit expressivem Ausdruck in den frühen Werken ausgehend, entwickelte er eine individuelle abstrahierende Bildsprache, die vor allem von der leidenschaftlich aufgetragenen Farbe lebt. Seine Bilder sind leuchtkräftig, sicher komponiert und vehement gemalt. Sie sprechen in ihrer besonderen Farbkultur von Hitze und Kühle, von Sonne und Wasser, von Arbeit und Freizeit, von den Menschen in Orient und Okzident. Diesem Thema gilt sein besonderes Augenmerk, und er schafft immer wieder neue malerische Auseinandersetzungen, die auf vielfältige Weise die Begegnung von Menschen, Kulturen und Kontinenten, von Alltag und Poesie in den Vordergrund stellen. Die – auf den ersten Blick – scheinbar ungegenständlichen Gemälde und Radierungen halten dafür unter der Oberfläche handschriftliche Notizen, Zitate, poetische Äußerungen und zart gezeichnete Akte wie verhüllte Geheimnisse bereit. So ist die abstrahierende Kunst Mehmet Gülers gleichwohl lesbar und vermittelt eine Fülle von Impulsen, sie ist sinnlich, still und temperamentvoll zugleich, sie berührt die Betrachter unaufdringlich.      

Prof. Dr. Frank- Günter Zehnder   

(Kunsthistorisches Institut d. Universität Bonn)